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Epilepsie beim Hund |
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hildewau Gast
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Verfasst am: 18.09.2006 15:46 Titel: Epilepsie beim Hund
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Epilepsie beim Hund
Peter Kühlechner@dalmaweb
Dies ist der Versuch, einige allgemeinverständliche Informationen zu epileptischen Anfällen beim Hund zusammenzustellen.
Sie sind auf keinen Fall ein Ersatz für den Besuch beim Tierarzt und dürfen auch nicht zu eigenmächtigen Experimenten führen, sondern sollen nur das Verständnis beim Hundehalter vertiefen. Diese Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen worden aus Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeiten. Sie werden auch verstehen, daß ich für den Inhalt keine Haftung übernehme.
Inhalt:
I. Kategorieen der Epilepsie, Erscheinungsformen, Ursachen
II. Vererbung von Epilepsie
III. Behandlung von Epilepsie
I. Formen der Epilepsie
Als Epilepsie bezeichnet man gemeinhin das wiederholte Vorkommen von Anfällen. Dabei ist es wichtig zu wissen, daß Anfälle aus unterschiedlichsten Gründen auftreten können. Die Experten haben deshalb die Epilepsie in zwei große Kategorien eingeteilt, die leider mit unterschiedlichsten Namen belegt werden.
Hilfe soll diese Tabelle geben:
Kategorien der Epilepsie
gängige Bezeichnung: Primäre Epilepsie Sekundäre Epilepsie
andere Bezeichnungen: Idiopathische E.
echte Epilepsie
Symptomatische E.
erworbene Epilepsie
englische Bezeichnungen: primary epilepsy
true epilepsy
ideopathic epilepsy
secondary epilepsy
acquired epilepsy
symptomatic epilepsy
Hauptmerkmal: verbreitete Form
genetisch bedingt
vererblich
Anfälle werden
verursacht durch
frühere oder
vorhandene Krankheit
Genau genommen kann man nur die primäre Epilepsie wirklich als Epilepsie bezeichnen. Die sekundäre zeigt sich allerdings in ihren Symptomen kaum anders als die primäre. Trotzdem unterscheidet die Medizin noch in zwei Erscheinungsformen der Anfälle, die dem Tierarzt möglicherweise weiterhelfen bei der Diagnose der Ursache.
Erscheinungsformen der Anfälle
(primäre und sekundäre Epilepsie)
Bezeichnung: genereller Anfall partieller Anfall
Beschreibung: Das gesamte Hirn des Hundes ist betroffen.
Plötzliche Versteifung des ganzen Körpers,
Verdrehen der Augen,
wiederholte, rhythmische Krämpfe in den Exremitäten Nur ein Teil des Hirnes ist betroffen. Unterschiedliche Erscheinungsformen, wie
Zucken einzelner
Gliedmaßen, einseitige
Krämpfe, laufende Wiederholung bestimmter Bewegungen
Bewußtsein: in der Regel Bewußtseinsverlust in der Regel kein Bewußtseinsverlust
Post-Ictale-Phase:
(nach dem Anfall) Tier ist erschöpft, schwer oder gar nicht ansprechbar. Dauer abhängig von der Dauer des Anfalls keine post-ictale Phase,
vielleicht leichte Verwirrung
Bei den schweren, generellen Anfällen hat der Hund kein Wahrnehmung, er kann sich auch später nicht daran erinnern. Diese Tatsache ist natürlich nicht beweisbar, aus der Human-Medizin hat man jedoch eindeutige Erkenntnisse, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch auf das Tier übertragen werden können.
Also keine unnötige Sorge: der Hund empfindet keine Schmerzen!
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Ursachen der Epilepsie
Für eine erfolgreiche Behandlung (und die ist möglich!) ist es unerläßlich, die genaue Ursache für die Anfälle herauszufinden.
Die primäre Epilepsie ist, wie gesagt, genetisch bedingt und wurde durch Vererbung erworben. Die genauen Hintergründe sind immer noch nicht vollständig erforscht, vermutet wird ein genetischer Defekt im Bereich der Neuronalen Membranen bzw. der Neurotransmitter. Eine definitive Diagnose der primären Epilepsie ist in den seltensten Fällen möglich
Um so wichtiger ist es deshalb, daß alle Möglichkeiten zur Untersuchung bzgl. einer sekundären Epilepsie ausgeschöpft werden, besonders dann, wenn bei den Vorfahren und Verwandten des Tieres kein Verdacht auf eine vererbte Anlage gegeben ist.
Mit anderen Worten und genau genommen:
eine primäre Epilepsie kann nur dann sicher diagnostiziert werden, wenn eine sekundäre ausgeschlossen worden ist.
Wenn allerdings im Wurf oder sonstiger Verwandtschaft Epilepsie verbreitet ist, können Sie sich kostspielige Untersuchungen in Richtung einer sekundären Epilepsie ruhig sparen. Sie kann zwar auch dann nicht 100-prozentig ausgeschlossen werden, aber die Wahrscheinlichkeit einer primären Epilepsie ist einfach zu hoch.
Nicht vergessen werden darf hier die Frage des Alters. Ein Tier, das noch kein Jahr alt ist und bereits Anfälle hat, hat höchstwahrscheinlich keine primäre Epilepsie, da diese in der Regel nur im Alter zwischen 1 und 5 Jahren auftritt.
Was ist nun eine sekundäre Epilepsie?
Wie der Name schon andeutet, haben diese Anfälle eine indirekte Ursache. Man spricht hier von versteckten (underlayed) Krankheiten, die zu Anfällen führen wie bei der echten Epilepsie.
Aus der nachfolgende Tabelle können Sie die häufigsten Ursachen der sekundären Art entnehmen:
Ursachen der Epilepsie und Altersgruppen Ursache Altersgruppe in Jahren
< 1 1-5 > 5
Primäre Epilepsie
Sekundäre Epilepsie
Extracranial (aßerhalb des Schädels)
Metabolisch (Stoffwechsel):
Hypoglykämie (Blutzuckermangel)
Hypokalzämie(Kalziummangel)
Encephalopathia hepatitica
Hyperlipoproteinämie
Toxisch (Vergiftungen)
Intracranial (innerhalb des Schädels)
Entwickelt:
Hydrocephalus (Wasserkopf)
Lissencephaly
Stoffwechsel Erkrankungen
Geschwulste
Ansteckungen
Tollwut
Staupe
Rickettsien
Protozoale Erkrankung (einzellig ...)
Pilzerkrankungen
G(r)anulomatous meningoencephalitis
Trauma
Vascular (Blutgefäße)
Quelle: Managing Epileptic Dogs, Dr. T.B. William, University of Tennessee
An anderen Stellen (z.B. Todd D.L. Woods) werden auch noch genannt: Hyponatremia (Untermenge von Natrium im Blut), Hypomagnesiämie (Untermenge von Magnesium) und Hyperkalämie (Übermenge an Kalium) sowie Dehydrierung.
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Weiter zu: Vererbung und Behandlung von Epilepsie
Originaltext: Managing Epileptic Dogs, T.B. William
Originaltext: Todd D.L. Wood: Epilepsy in Dogs
Übersetzung des Textes von Todd D.L. Wood ins Deutsche |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
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Verfasst am: 19.09.2006 09:56 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Ich dank dir sehr das du das hier mal eingestellt hast
Vielleicht kann man ja auch nach Erlaubnis, auch die ganzen Links die gestern für mich gesamtelt wurden hier einstellen.
Sams geht es heute wieder bisschen besser - ist zwar immer noch fix und fertig - die NAcht war ruhig, nur Gras hat er die Nacht gebrochen
VLg
und Danke an alle die mir helfend zur Seite standen |
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_________________ Lieber Gruss Alphadog
die Chefin des Ganzen
Springender Hund
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
Wohnort: Losheim am SeeHunde: Wendy (8 Jahre) Creme Golden Retriever
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Verfasst am: 19.09.2006 10:14 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Jetzt doch noch mal ne Frage
Der Dicke ist ja immer noch total neben sich.
Also Futter ist ja normaler Weise ein Grund bei dem man ja so richtig ausflippen kann.
Nee, erst steht er erst gar nicht auf, erst auf Zuruf.
Dann steht er wie belämmert einfach nur da, sie müssen ran kommen und neben den Näpfen sitzen und warten, nee er steht dusselig im Wohnzimmer.
Dann rufe ich ihn bei, muss 10 mal Sitz sagen (Normalerweise ist das unbeschriebenes Gesetz das sich komentarlos gesetzt wird) jetzt mäckelt er am Futter rum, weis nicht so recht ob er soll oder nicht, nu er hat Wendy neben dran stehen, das denke ich ist jetzt für ihn der einzige Grund zu fressen.
Ist das jetzt ein normales Verhalten oder hat ihn das gestern mehr mitgenommen als Gesund für ihn ist
Fragende Grüße |
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sennenhuendin Gast
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Verfasst am: 19.09.2006 10:41 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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| Ich würde dem Sam jetzt nur Schonkost anbieten (gek. Reis, Geflügelfleisch gekocht, ein wenig Brühe...). Schließlich hat er ja erst vor Kurzem die Magendrehung hinter sich, da ist alles noch ein wenig angegriffen! |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
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Verfasst am: 19.09.2006 10:44 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Ja gut, obwohl ich schon sagen muss, das er auch laut TK gleich wieder futtern durfte und halt bis auf eben immer mächtig Appetit hatte.
Man der Dicke, die arme Wurscht
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hildewau Gast
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Verfasst am: 19.09.2006 10:45 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Hallo Angie, laut Aussagen der Betroffenen , nimmt das den Hund doch arg mit, kann gut sein, dass er deswegen jetzt gar nicht so richtig fressen mag- hast schon mal Fieber gemessen?? Wie läuft er denn heute?
viele Fragen
Hilde |
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sennenhuendin Gast
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Verfasst am: 19.09.2006 11:03 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Fressen will er sicher - aber sein Magen ist ja wohl nocht etwas labil, weil er die Mgendereheung hatte, deshalb...
Wie fütterst Du eigentlich?
Ich füttere immer morgens und abends, mittags gibt`s nur `ne Kleinigkeit (Leckerlies).
Lucky ist sehr empfindlich, er koddert mir oft die Küche voll (damit Frauchen morgens auch was zu Lachen hat, denn wenn man draußen K...würde, dann wäre die Freude wohl nicht so groß). |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
Wohnort: Losheim am SeeHunde: Wendy (8 Jahre) Creme Golden Retriever
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Verfasst am: 19.09.2006 11:14 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Hmm vielleicht mag er halt wegen des Anfalls gestern nicht futtern, nach der MD hatte er bis gestern nen riesen Appetit.
Werd nachher mal Huhn besorgen
Normalerweise bekommen die ganz normales Trockenfutter mit Wasser angefüllt, und mal Nudeln, Reis und Kartoffeln drunter
Seit der MD bekommen sie morgens und Abends ihr Futter
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kruemel1979 Gast
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Verfasst am: 19.09.2006 15:05 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Hallo Angie,
meine erste Hündin hat unter Epelepsie gelitten. War dann nach jedem Anfall direkt beim Tierarzt. Mußte sie aber Gott sei Dank nie auf Medikamente einstellen, da die Anfälle nur sehr selten aufgetreten sind. Gretha hat sich nach einem Anfall schnell wieder erholt, obwohl die Anfälle wirklich wie nach dem Medizinbuch waren mit allen Symptomen.
Bei Gretha wurde nach dem ersten Anfall ein Kompletter Check gemacht, da diese Anfälle ja auch öfters nur neben Symptome anderer Krankheiten seien können.
Was hat den dein Tierarzt gesagt?
Viele Liebe Grüße
Nicole
P.S. Knuddel den armen Kerl ganz fest. |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
Wohnort: Losheim am SeeHunde: Wendy (8 Jahre) Creme Golden Retriever
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Verfasst am: 19.09.2006 16:57 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Also ich habe jetzt lange mit Querkopf telefoniert, sie hat da schon sehr viel Erfahrung sammeln "Müssen" mit ihren Hunden.
Sam wird jetzt nicht zum Tierarzt gebracht, er war ja erst letzte Woche.
Nach dem Anfall kann der Tierarzt eh nichts mehr sagen,
Er bekommt Jetzt etwas damit er ruhiger wird, mal sehen ob es hilft.
Ansonsten hoffen wir das er nie mehr einen Anfall bekommt, und wenn doch, kann ich in dem Moment nicht viel machen, aufpassen das er sich den Kopf nicht aufschlägt und sich danach um ihn kümmern wenns rum ist.
Sollte da in Zukunft mehr passieren gehen wir in die TK nach Trier mit ihm.
Mit den Medikamenten die er zur Zeit bekommt, kann es nichts zu tun haben.
Es wird angenommen, das es von der Narkose wegen der MD kam.
Aber vielleicht kann Querkopf dazu noch was schreiben
Angie |
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blueocean Gast
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Verfasst am: 27.11.2006 12:12 Titel: Epilepsie beim Hund
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Epilepsie rennt
Und niemand tut was.
Epilepsie (Fallsucht) ist eine hirnorganische Anfallskrankheit, krampfartiger Ausdruck einer Funktionsstörung des Zentralnervensystems. E. hat viele Ursachen. Sie kann erblich bedingt sein oder durch eine Gehirnerkrankung erworben werden. Mehr in www.hundezeitung.de/medizin/epilepsie.html
Kein Tierärzteblatt, kein Züchterverein berichtet. Wieso sind denn allein in unseren Forum seit zwei Jahren ein Dutzend Fälle bekannt geworden? Wieso verhallte die Idee der hundezeitung - deutsches Hunde-Epilepsie-Netzwerks nach funktionierendem Vorbild aus USA - so kläglich? Nur fünf betroffene Halterinnen meldeten sich. Aber kein Institut.
Die Züchter verleugnen den Tatbestand. Sie zeigen aber mit dem Finger auf die Fälle der konkurrierenden Rassen. Das ist mein giftigster Vorwurf. Und wenn es dann doch einen Züchter trifft, dann ist nicht was nicht sein darf, dann kam das noch nie vor usw.
Immer ist es ein erstes Mal. Dann ist doch aber fein, dass man E. nicht beweisen kann. Also wird weitergezüchtet.
Es gibt - nur ein Beispiel - Linien eines belgischen Schäferhund-Schlags, die zu 30 Prozent befallen sind. Doch es wird munter weitergezüchtet. Wenn ein Züchter auch nur einen Fall zugäbe, könnte er seinen Laden dichtmachen. Das aber würde nicht reichen, er bekäme Schimpf und Schande von seinen Rassekollegen, die um ihren Ruf fürchten. In den meisten Rassevereinen wird daher munter geschwiegen. Da unterstützt kein Verband oder kein Futterhersteller (die durchaus Tierernährungs-Lehrstühle finanzieren) ein Forschungsinstitut mit Geldern, Epilepsie besser zu verstehen und in den Griff zu kriegen. Bringt kein Prestige. Mag man nichts davon wissen.
Epilepsie rennt weiter.
Ist doch auffällig, dass die Fälle nie in den Vereinen auftauchen, nur in den Kliniken, bei den Tierärzten. Es sind nicht nur Rassetiere befallen. E. überfällt sie alle.
Die wissen sich und ihren Patienten nicht anders zu helfen als mit Psychopharmaka aus dem Humanmedizin-Sektor, wenn es Schlimmer kommt: mit Valium- Spritzen.
Der Wirkstoff Diazepam unterbricht die brutal anzusehenden Muskelkontraktionen mit Verletzungsgefahr durch Zungenbiss. Die Krämpfe können bei einem "Grand- Mal"-Anfall so körperlich erschöpfend sein wie ein Triathlon, der in der Hälfte der normalen Zeit geleistet wird. Dem Angsttrauma folgt Orientierungsverlust mit starker Fluchttendenz. Kurzfristig. Danach scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Bis zum nächsten Anfall. Daueranfälle gibt es auch, und alle Ausprägungen. Es kann doch nicht angehen, das Hunden nur Medikamente für den Humanbereich gegeben werden, weil eine spezielle Forschung an Hunden nicht lohnt. Da werden noch teilweise Medikamente verschrieben, die gar nicht mehr auf dem Markt sind.
Eine Hundezeitung-Leserin aus Österreich fragte, warum denn immer noch dieses alte Valium gegeben würde? Warum keine aus dem Multiplen Sklerose-Bereich probieren, etwa Sirdalud? Der Wirkstoff Tizanidin ist eine zentral wirksame Skelettmuskelrelaxanz mit Hauptangriffspunkt im Rückenmark. Anwendungsgebiet neben spinal- und cerebral-bedingter chronischer Spastizität auch "schmerzhafte Muskelspasmen". Sirdalud wirkt auf "glatte" Skelettmuskulatur, es hilft im Humanbereich und verursacht keine Benebelung wie bei den bisher üblichen Psychopharmaka-Hämmern. Dazu die Meinung eines Tierarztes: "Der Wirkstoff greift zwar im Zentral-Nerven-System an, aber er vermindert lediglich die Muskelkrämpfe. Die tonisch-klonischen Krämpfe einer Epilepsie sind jedoch nur Ausdruck einer im Gehirn ablaufenden "Fehlerregung". Diese zu verhindern muss das Ziel einer effektiven Epilepsietherapie sein. Tizanidin greift jedoch danach an, das heisst: es verhindert die Übertragung der Transmitter, die dann den Muskelkrampf auslösen. Die Fehlerregung hat stattgefunden. Damit würde man nur das äussere Erscheinungsbild des Anfalls etwas "entdramatisieren". Seine Empfehlung: "Therapieversuch mit hochdosiertem Prednisolon-21- hydrogensuccinat ("Medrate solubile"), hätte allerdings direkt nach dem "Anfall" gegeben werden müssen. Weiterer Versuch mit "Karsivan" möglich.
Warum wird dazu nicht auch bei Hunden mehr an Epilepsie und allgemein an neurologischen Erkrankungen geforscht? Zu teuer? Für die Hundebesitzer oder für die Pharmaindustrie, für die "paar epileptischen Hunde" nichts ausgeben zu können?
Es wird nur dann anders, wenn der Aufsichtsratvorsitzende einer Firma der tiermedizinischen oder tierpharmazeutischen Branche einen epileptischen Hund hat.
Die moderne Tiermedizin, die Ernährungsforschung wirft Millionen an Investitionen in fragwürdige Projekte. Aber in eines, das ganze Linien befällt, und ich bin sicher, dass mindestens fünf Prozent aller Hunde gefährdet sind, da kümmert sich fast niemand. Da werden auch die behandelnden Tierärzte allein gelassen. Sie beurteilen ein paar Laborwerte und wissen doch: sie können E. nicht sicher diagnostizieren, daher der Begriff idiopathische (Ursache nicht feststellbar) E.
Ein paar "uninspirierte" oder auch nur hilflose Tierärzte spritzen im schlimmsten Fall nur allzu schnell die letzte Dosis Valium. Es gibt nur den Verdacht, und es gibt nur das systematische Ausschluss-Verfahren was als Ursache nicht in Betracht kommen kann). In einigen Fällen kann es durch lange Medikations-Versuche mit viel Zeitaufwand Sinn machen, den Hund vielleicht halbwegs dämpfend medikamentös richtig einzustellen. Es gibt Hunde, die werden mit viel Glück alt damit. Doch er pisst fast nur noch Pharmaka aus, um es mal drastisch übertrieben auszudrücken.
Epilepsie ist derzeit und wohl auf längere Zeit nicht heilbar.
Bis vor wenigen Jahren dachte man auch über menschliche Epileptiker, sie seien nur irre, des Teufels. Die Erkenntnis, dass diese eine Hirnstörung ist, ist also nicht alt.
Im Human-Bereich sind kleine Fortschritte möglich, durch chirurgische Eingriffe. Dazu aber benötigt der Chirurg unter anderem das Erfahrungs-Feedback des Patienten. Bei Hunden nicht möglich.
Den erforderlichen Forschungsaufwand für Hunde finanziert niemand. Und bis es doch mal so weit ist, rennt E. weiter.
Es sind einfach zu viele Fälle, die allen in der Community der hundezeitung bekannt wurden. Es sind keine Ausnahmen mehr.
Wann beginnen die Mit-Verursacher endlich, redlich dagegen zu steuern und zumindest Hunde aus der Zucht zu nehmen oder andere Tiere zu kastrieren, die Gehirnstörungen hatten, damit sie nicht weiter populieren können? Es kann jeden Halter und Züchter treffen. Es geht nicht um Schuldzuweisung, sondern darum, endlich zu handeln und schonungslos die Wahrheit zu bekennen. Vielleicht forscht mal ein Team nach anderen Ursachen dieser idiopathischen E. Die doch gerade bei Hunden so zunimmt. Weniger bei Katzen. Katzen werden auch befallen, aber im Vergleich zu Hunden selten.
Es würde mich nicht überraschen, wenn dabei eines Tages eine ganz andere Ursache ans Tageslicht käme. Wäre nicht das erste Mal, dass man einfach bequem etwas annimmt, was halt unabdingbar scheint. Bloss, weil man es nicht besser wissen konnte oder wollte.
Aber es muss jemand anfangen, ernsthaft zu forschen. Und dafür finanziert werden.
Diesen Aufruf widme ich allen Hunden, die von Epilepsie befallen wurden und - ich fürchte - noch lange werden.
Passen Sie gut auf Ihre Hunde auf!
Ihr Rainer Brinks (HundeZeitung) |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
Wohnort: Losheim am SeeHunde: Wendy (8 Jahre) Creme Golden Retriever
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Verfasst am: 27.11.2006 13:55 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Das Thema Epilepsie wurde bereits bearbeitet
http://www.springenderhund.de/topic,2424,-epilepsie.html |
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Zusammengeführt: 27.01.2007 00:00 Uhr von bgx Von Beitrag aus dem Forum Der kranke Hund |
Tine Gast
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Verfasst am: 03.01.2007 23:12 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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| Unser Hund hatte in den letzten 3 Tagen 2 E. anfälle sie hat danach immer ca eine Stunde gebraucht bis sie wieder normal war. Der erste war sehr stark, und der heute nicht mehr so jetzt wurde sie mal eingestellt wie lange muss man warten bis die Pulver wirken hat da jemand eine Ahnung? Unser Tierarzt hat gemeint das sie ruhiger werden würde doch sie ist genau das Gegenteil sehr lebendig usw. Hat jemand vl ein wenig ahnung und kann uns helfen weil meine familie und ich sind ein wenig nervös im Moment. |
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alphadog dipl.Tierpsychologin
 Geschlecht:  Alter: 27 Anmeldungsdatum: 15.03.2005 Beiträge: 6040
Wohnort: Losheim am SeeHunde: Wendy (8 Jahre) Creme Golden Retriever
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Verfasst am: 03.01.2007 23:16 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Hmm, also ich kann dazu nur sagen, das ein epilepsie Anfall nur wenige Minuten dauert.
Bei meinem Sam war es meist nach wenigen Sekunden wieder vorbei, allerdings brauchte er den rest des Tages, um sich von dem Krampf wieder zu erholen.
Bekommt dein Hund Medikamente die die Krämpfe lösen ?
2 Anfälle in 3 Tagen ist heftig, mein Sam hatte zum Schluss täglich Anfälle
Welches Pulver bekommt sie denn
Schau mal ich weis es nicht genau, wo ich es geschrieben habe, entweder hier, oder in der RBB unter meinen Beiträgen, da habe ich die Tagesberichte über Sam, ob du da die Medikamenten Namen findest
Gruss Alpha |
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Tine Gast
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Verfasst am: 03.01.2007 23:26 Titel: Re: Epilepsie beim Hund
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Ka welche sie bekommt meine Eltern waren beim Tierarzt so ist sie ganz gesund haben die Blutwerte ergeben nur halt hat sie Herzprobleme. Ja und der Tierarzt meint es kommt von der aufregung da sie immer Angst vorm Silvesterschießen hatte und jetzt doch schon 11 ist.
Kenne nur einen Hund der auch anfelle hat und der hat mit Pulver jetzt ein gutes leben. |
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